Abschlussbericht der Arbeitsgruppe STAatsSIcherheit Greifswald 1990
6. Dezember 2009 von lebewesen
Vor etwas mehr als 20 Jahren öffneten sich die Aktenschränke der Greifswalder Kreisdienststelle der Staatssicherheit für die Bürger_innen von Greifswald. Vom 6.12.1989 bis zum 28.2.1990 sichtete die Arbeitsgruppe Staatssicherheit der Stadt Greifswald die Unterlagen und informierte die Greifswalder_innen am 29.3.1990 über ihre Ergebnisse.
Thomas Meyer schrieb Ostern 1990 im Vorwort des Abschlussberichtes des Untersuchungsschusses der Stadt Greifswald Arbeitsgruppe Staatssicherheit im Namen der Autorinnen und Autoren folgende Sätze:
Der Untersuchungsschuß der Stadt Greifswald zur Aufdeckung von Korruption und Amtsmißbrauch ist am 5.12.1989 durch den Oberbürgermeister der Stadt, Udo Wellner, berufen worden. Vertreter aller neuen und alten Parteien und der neuen baisdemokratischen Gruppierungen haben in diesem Ausschuß mitgearbeitet und sich an den Untersuchungen und Ausarbeitungen der Berichte der Arbeitsgruppen beteiligt. Am 4.12.1989 wurde aufgrund einer Initiative des „Neuen Forum“ die Aktion „Volkssiegel auf Panzerschränke des STASI und er SED“ durchgeführt und so in den zu untersuchenden Einrichtungen die Akten gesichert. Der Untersuchungsschuß hat am 6.12.1989 seine Leitung gewählt und eine Einteilung in die Arbeitsgruppen vorgenommen. Diese beschäftigten sich mit der Kreisdienststelle der Staatssicherheit, der SED-Kreisleitung, mit den SED-Leitungen im KKW, der Objektdienststelle der Staatssicherheit beim KKW in Lubmin und mit dem Rat der Stadt. Im Arbeitspapier des Untersuchungsschusses, welches von dessen Vollversammlung beschlossen wurde, wurden die Richtlinen und Zielstellungen der Arbeit festgehalten. Die weitere Sicherung und Sichtung der Akten und Unterlagen erfolgte in aufopferungsvoller Arbeit alle Beteiligten. Es mußten auch immer wieder Schwierigkeiten ausgeräumt werden, die durch noch existierende Strukturen des alten Systems hervorgebracht wurden. Am 28.2.1990 nahm dann der Untersuchungsschuß die berichte der Arbeitsgruppen an und informierte die Öffentlichkeit auf einem Forum am 29.3.1990 in der Mensa der Stadt Greifswald.
Wir wollen diesen Bericht als ein zeitgeschichtliches Dokument verstehen und wünschen ihm deshalb eine breite Leserschaft in allen Altersgruppen und hoffen, daß er nicht nur auf das Territorium der Stadt Greifswald beschränkt bleibt. Es wurden in diesem Bericht eine Reihe von allgemeingültigen Tatsachen dargestellt, die sich auch in anderen Bereichen ereignet haben.
Der Abschlussbericht der Arbeitsgruppe STAatsSIcherheit des Untersuchungsschusses der Stadt Greifswald kann nun HIER als PDF-Datei heruntergeladen werden.


